Das Geheimnis des perfekten Kaffees: Zuhause wie vom Barista

Das Geheimnis des perfekten Kaffees: Zuhause wie vom Barista

Wenn man morgens verschlafen in die Küche geht, ein paar Knöpfe drückt und die Tasse unter den Automaten stellt, erhält man das Elixier des Wachwerdens. Kaffee hilft uns, in den Tag zu starten und gibt uns nachmittags den Schub, den wir brauchen, um unsere Projekte abzuschließen. Aber warum schmeckt er in einem schönen Café eigentlich immer besser als zuhause? Liegt das an unserer Einstellung zum Genießen oder doch am Geschmack? Die Antwort ist vermutlich eine Mischung aus beidem, doch mit ein bisschen Know-how und einer kleinen Investition lässt sich auch aus dem Kaffee zuhause noch etwas herausholen.

Warum die Mühle wichtiger ist als die Maschine

Wer sich genauer mit Kaffee beschäftigt, stellt fest, dass der Geschmack auf vier Säulen basiert. Ihn beeinflussen vor allem die Bohne, das Wasser, die Temperatur und, am wichtigsten, der Mahlgrad. Gerade letzterer wird immer wieder unterschätzt, denn tatsächlich verliert Kaffee Minuten nach dem Mahlen seine komplexen Aromen. Kaufen wir bereits gemahlenen Kaffee, können diese Aromen kaum eingefangen werden, doch auch beim Selbstmahlen braucht es eine gute Portion Präzision. Ein Barista braucht ein homogenes Mahlgut ohne zu feine Partikel, damit die Überextraktion vermieden wird. Eine gute Mühle wie die Eureka Kaffeemühle kann mit ihrer stufenlosen Einstellung genau den Mahlgrad erreichen, der den Kaffee so schmecken lässt, als wäre man im Café.

Investitionen für jedes Budget

Nun ist das Equipment eines Baristas im Café oft mehrere tausend Euro wert und kaum jemand ist bereit, diese Summen zuhause auszugeben. Doch egal in welchem Preissegment man unterwegs sein möchte, eine gute Ausstattung gibt es für jeden. Wer den Einstieg wagt und vorerst nicht zu viel Geld ausgeben möchte, sollte mit einer Waage, einer manuellen Mühle und einem Handfilter (V60) beginnen. Damit bleibt der Fokus simpel, doch man verbessert seinen Filterkaffee mit frischen Aroma-Nuancen, die einem vorher vielleicht verloren gegangen sind. Die gehobene Mittelklasse der Kaffee-Investoren sollte hingegen in eine Eureka Kaffeemühle und eine kompakte Siebträgermaschine investieren. Eine solche Maschine bietet echten Espresso mit stabiler Crema und Mikroschaum für Latte Art wie beim Lieblingsbarista. Mit etwas Übung malt man Blüten, Schwäne und schöne Muster. Für Kaffeeliebhaber, die bereit sind, so richtig zu investieren, zählen zum Equipment eine Dualboiler-Maschine, PID-Steuerung, Präzisions-Siebe und Profi-Zubehör wie ein WDT-Tool und eine Tamper-Station. Mit all diesen Elementen und sofern man sie gut versteht, erhält man die volle Kontrolle über Druck und Temperatur, wie im italienischen Café.

Das Handwerk für Zuhause

Neben der Ausrüstung helfen auch ein paar grundlegende Tipps dabei, eine geschmacklose Tasse Kaffee in eine echte Geschmacksexplosion zu verwandeln. Da gibt es zum Beispiel das Thema Kalk. Es ist häufig im Leitungswasser enthalten, ruiniert das Aroma des Kaffees aber selbst, wenn alles andere stimmt. Deshalb bietet es sich an, gefiltertes Wasser zu verwenden. Das dankt einem auch die Maschine. Dazu kommt die 25-Sekunden-Regel, die beschreibt, wie Mahlgrade und Durchlaufzeit korrelieren. Da jeder Kaffee anders ist, muss die Maschine zunächst auf die bestimmte Sorte zugeschnitten werden, was zu Anfang ein bisschen Feingefühl erfordert und mit der 25-Sekunden-Regel genau abgestimmt werden kann. Und sobald es um Latte Macchiato, Cappuccino und Milchkaffee geht, spielt auch der Umgang mit der Milch eine Rolle. Das sogenannte „ziehen“ und „rollen“ macht beim Aufschäumen den Unterschied zwischen Badeschaum und seidigem Glanz.

Eine Investition in die Lebensqualität

Man stellt also fest, dass der Unterschied zwischen einem ungenießbaren Gebräu und einer guten Tasse Kaffee nicht unbedingt in einem 3.000 Euro Setup liegt. Schon die Anschaffung einer hochwertigen Mühle und die Umstellung auf kalkfreies Wasser können einen enormen Unterschied machen. Wer sich auf den Prozess einlässt und sich ein bisschen ins Thema hineinfuchst, kann schon bald im eigenen Wohnzimmer echten Genuss zaubern.

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